Schlemmen fast wie am Bosporus kann man im neuen türkischen Lokal im Klubhaus des TSV Giesen.
Kebab, Cacik, Pizza, Currywurst, dazu Zapfbier und einiges mehr stehen auf der Karte, auch Vegetarisches. Was der Wirt zudem bietet. Ofen aus? Nicht die Bohne in Giesen. Nach einem Betreiberwechsel tischt jetzt der Gastronom Raschid Simo zusammen mit Frau Raifa im Vereinslokal des TSV Giesen von 1911 türkische Gerichte auf. Die ganze Woche hat das Öz Baba geöffnet.
Zuvor betrieb der 56-Jährige jahrelang Restaurants in Alfeld und Hildesheim. Etwa 120 verschiedene Essen stehen auf der Speisekarte. Eine Tomatensuppe etwa kann man schon für 4,50 Euro bekommen. Das teuerste Gericht, eine große Familienpizza für mehrere Personen, kostet 30 Euro. In der Preisspanne dazwischen gibt es reichlich Auswahl: Fleisch, Nudeln, vegetarisches Essen oder Pizza etwa, aber kein Fischgericht. Nun also der Neustart in Giesen.
„Wir hatten einige Angebote, aber das Klubhaus des TSV hat uns einfach überzeugt“, erklärt Simo. „Mit der gemütlichen Einrichtung, dem Klubzimmer für Feiern und der Terrasse direkt am Wald wollen wir einen Ort bieten, an dem man sich wohlfühlt. Und wo man lecker und günstig essen kann“, wirbt er. Mundpropaganda und Social Media Laut Simo hat sein Lokal mit gut 80 Plätzen gleich Interesse in der Gemeinde geweckt. Die erste und zweite Mannschaft des TSV haben die Räume jüngst für eine Feier genutzt, berichtet der 56-Jährige. Das spielte ihm offenbar in die Karten.
Durch Mundpropaganda und über soziale Kanäle wird das Restaurant allmählich bekannt. Außerdem war der Wirt, seit 28 Jahren in der Gastro-Branche, auch in Hildesheim kein unbeschriebenes Blatt. Es gebe etliche Stammgäste, die sich auf das neue Lokal in Giesen gefreut hätten, erzählt der Syrer. Also brutzelt es nun am Fußballplatz am Rande des Ortes. Den Namen Öz Baba trug auch das Restaurant in der Hildesheimer Bahnhofsallee, das Simo betrieben hatte. Danach hatte er sich zurückgezogen, aus gesundheitlichen Gründen, sagt er. Doch allmählich wurde es dem Syrer zu Hause zu langweilig, sein Sohn Rezgar schlug ihm vor, als Gastronom wieder loszulegen. Und das scheint zu gelingen, zumindest bezeichnet sich der 56-Jährige als Gastronom aus Leidenschaft, der jetzt noch mal Gas geben will.
Er wirkt beseelt, mit seiner Frau Raifa möglichst vielen Leuten schöne Stunden zu bieten. Das ist auch bei Privatfeiern möglich. So kann man etwa die ganze Gaststätte mieten oder einen größeren Nebenraum. Überdies gibt es einen Partyservice. Essen kann man auch telefonisch bestellen, geplant ist, dies künftig auch online anzubieten. Bezahlen kann das Publikum mit Bargeld oder künftig auch mit Karten. Simo hat im Vereinslokal noch einiges vor, so will er möglicherweise Fußball-Bundesliga-Spiele übertragen, auch während der Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika im kommenden Jahr möchte er Partien live zeigen. Und: Die Speisekarte ist noch nicht endgültig. Der 56-Jährige kann sich gut vorstellen, dieser auch Gerichte aus seiner Heimat hinzuzufügen. Grillspezialitäten zum Beispiel.
(Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung)


