Elfmeterschießen entscheidet erstes Halbfinale

Mit 6:5 (1:1) im Elfmeterschießen hat der VfR Ochtersum das erste Halbfinale gegen den TSV Giesen für sich entschieden.

Den letzten Ball versenkte dabei Ochtersums Torhüter Johannes Rössig. Er nahm sich den fünften und entscheidenden Strafstoß und hämmerte ihn mit voller Wucht halbhoch links ins Netz. „Das war mir ein persönliches Anliegen“, witzelte der Keeper nach seinem Treffer mit einer sympathischen Portion Selbstkritik. Denn bis zur 50. Minute lag sein Team in Führung und er war nicht ganz unschuldig am Giesener Ausgleich.
Die Ochtersumer hatten bis dahin auch ohne Neuzugang Tim Friedrich mehr vom Spiel. Jan Hein ordnete als VfR-Sechser das Mittelfeld, Niklas Preußner vergab in der ersten Halbzeit die beste Möglichkeit zur Führung. Auf der anderen Seite hatten Tim Fricke und Lennart Fiech Mühe, kreative Aktionen einzuleiten. Nur ein Heber von Jonas Jürgens sorgte für ein wenig Gefahr der Giesener.
Nach dem Wechsel brachte dann ein Sonntagsschuss von Jan Hein die verdiente Ochtersumer Führung. Der Ball schlug unhaltbar für Giesens Torhüter Marcell Gatzemeyer im langene Eck ein (41.). Ein wenig unglücklich sah dagegen dessen Gegenüber zehn Minuten später aus. Rössig kassierte einen Ball von Jan-Hinnerk Tewes zum 1:1-Endstand – das Elfmeterschießen musste entscheiden. Und als letzter Schütze legte sich der VfR-Keeper zum ersten Mal in seiner Karriere den Ball auf den Punkt und schoss seine Mannschaft ins Finale.

(Text und Foto: Hildesheimer Allgemeine Zeitung)